Energiepreise Holz, ist dieser Brennstoff kostengünstiger?
Die Energiepreise steigen ständig an, somit entscheiden sich viele Haushalte für
Holz als Brennmaterial. Hierbei ist es von enormer Bedeutung die
unterschiedlichen Maßeinheiten, sowie die charakteristischen Heizwerte zuordnen
zu können. Durch den Wassergehalt bei Biobrennstoffen wird der Heizwert
beeinflusst.
Das Brennmaterial im Verhältnis zum Heizwert gesehen, spiegelt sich zum Preis je
Einheit wieder. Es kommt oft vor, dass die Maßeinheiten nicht genau bekannt sind
bzw. durcheinander gebracht werden. Holz als Brennstoff wird in Raummetern
gerechnet, ein Raummeter (Rm) wird als ein Kubikmeter geschichtetes Holz
angesetzt.
Bei den Biobrennstoffen ist der Wassergehalt wichtig, der Heizwert verringert
sich, je feuchter das Holz ist. Die heutzutage modernen Holzfeuerungsanlagen
erreichen den gleichen Wirkungsgrad, wie diejenigen, welche mit einer Öl- oder
Gasfeuerung betrieben werden. Desweiteren werden Kaminöfen oder Kamine
eingesetzt, doch hier ist ein geringeres Resultat zu verzeichnen. Begehrtes Holz
als Energiepreiseinsparung sind z. B. Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Pappel,
Fichte, Kiefer und Lärche. Ein Raummeter Kiefernholz hat 20 % Wassergehalt,
hierbei werden etwa 180 Liter Heizöl ersetzt.
Die Heizwerte sowie die Maßeinheiten können häufig zu Unverständlichkeiten
führen, so hat trockenes Holz (etwa 2,5 kg mit 20 % Wassergehalt) einen gleich
hohen Heizwert wie ein Liter Heizöl von zehn Kilowattstunden. Biobrennstoffe,
insbesondere Holz, werden gemessen, wenn der Heizwert sich auf das Gewicht
bezieht und gleichzeitig der Wassergehalt angegeben ist. Üblicherweise wird
Stückholz in Fest- oder Raummetern und Hackschnitzel in Kubikmetern oder Tonnen
gehandelt.
Die Heizung mit Holz ist lohnender, je mehr Wärme benötigt wird. Holz ist im
Gegensatz zu anderen Brennstoffen enorm kostengünstig, jedoch sollte man nicht
außer Acht lassen, dass eine Feuerungsanlage für Holz in der Anschaffung
preisintensiver ist, als eine Feuerung für Öl oder Gas. Außerdem muss das Umfeld
einer Holzfeuerungsanlage beachtet und dementsprechende Investitionen für die
Aufbereitungstechnik und ein Brennstofflager mit eingerechnet werden. Allerdings
muss bei einer Feuerungsstelle für Holz ein neuer Schornstein oder ein
dementsprechender Heizungsraum vorhanden sein, dies sollte mit in die
Kalkulation einbezogen werden, doch diese Kosten amortisieren sich innerhalb
weniger Jahre, bedenkt man nur einmal die steigenden Kosten bei den
Energiepreisen. Aus diesem Grund ist eine Holzheizung in vielen Haushalten kaum
noch wegzudenken.